BMI vs. Körperfettanteil: Was ist aussagekräftiger?

Der Body-Mass-Index (BMI) wird weltweit als Maß für Übergewicht oder Untergewicht genutzt. Doch der BMI hat seine Grenzen: Er sagt wenig über die zusammensetzung des Körpers aus. Deshalb rückt der Körperfettanteil zunehmend in den Fokus. In diesem Artikel erklären wir, worin sich BMI und Körperfettanteil unterscheiden und welcher Wert aussagekräftiger ist.

Was misst der BMI?

Der BMI berechnet sich nach der Formel:

BMI=Gewicht (kg)Gro¨ße (m)2
BMI=
Gr
o
¨
ße (m)
2
Gewicht (kg)

Er gibt einen generellen Hinweis darauf, ob das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße im Normbereich liegt.

Vorteile des BMI:

Einfach zu berechnen

Weltweit anerkannt

Praktisch für Bevölkerungsstudien

Nachteile:

Unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse

Berücksichtigt nicht die Fettverteilung

Kann Sportler oder Menschen mit viel Muskelmasse fälschlich als „übergewichtig“ einstufen

Was misst der Körperfettanteil?

Der Körperfettanteil zeigt, wie viel Prozent Ihres Körpergewichts aus Fett besteht.

Vorteile des Körperfettanteils:

Genauere Einschätzung der Körperzusammensetzung

Hilft, gesundheitliche Risiken besser zu erkennen

Relevant für Fitness, Training und Ernährung

Nachteile:

Messung oft aufwändiger (z. B. mit Caliper, Bioimpedanz oder DEXA-Scan)

Nicht immer einfach im Alltag verfügbar

BMI vs. Körperfettanteil: Wer gewinnt?

Der BMI ist praktisch für schnelle Einschätzungen und Bevölkerungsstudien, während der Körperfettanteil präzise Rückschlüsse auf Gesundheit und Fitness zulässt.

Beispiel:
Ein muskulöser Athlet kann einen BMI von 27 haben (Übergewicht), aber der Körperfettanteil liegt bei 12 % – gesund und fit.
Andererseits kann eine Person mit normalem BMI, aber hohem Körperfettanteil, gesundheitlich gefährdet sein – das nennt man „Normalgewicht-Fettleibigkeit“.

Fazit

BMI: Gut für grobe Orientierung und Vergleich zwischen Personen oder Bevölkerungsgruppen.

Körperfettanteil: Aussagekräftiger für individuelle Gesundheit, Fitness und Training.

Praktischer Tipp: Am besten beide Werte kombinieren! BMI gibt einen schnellen Überblick, während der Körperfettanteil die Details liefert. So können Sie Ihr Gewicht und Ihre Gesundheit realistisch einschätzen und gezielt an Ernährung und Training arbeiten.