5 Mythen über den BMI, die Sie kennen sollten
Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein weit verbreitetes Maß, um das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße einzuschätzen. Trotz seiner Popularität gibt es viele Missverständnisse und Mythen rund um den BMI. In diesem Artikel räumen wir mit fünf der häufigsten Mythen auf.
Mythos 1: BMI misst den Körperfettanteil genau
Fakt: Der BMI berechnet nur das Verhältnis von Gewicht zu Größe. Er unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Ein muskulöser Athlet kann einen hohen BMI haben, obwohl er wenig Körperfett besitzt, während eine Person mit normalem BMI einen hohen Fettanteil haben kann („Normalgewicht-Fettleibigkeit“).
Mythos 2: Jeder mit Übergewicht ist ungesund
Fakt: Ein hoher BMI bedeutet nicht automatisch schlechte Gesundheit. Viele Menschen mit Übergewicht sind fit und haben gute Blutwerte, insbesondere wenn sie aktiv sind und ausgewogen essen. Der BMI allein gibt keinen vollständigen Einblick in die Gesundheit.
Mythos 3: BMI ist für alle Altersgruppen gleich
Fakt: Der BMI wird für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen anders interpretiert. Bei Kindern werden Perzentilen verwendet, bei älteren Menschen sollte auch Muskelabbau und Fettverteilung berücksichtigt werden. Ein Standardwert für alle Altersgruppen ist nicht sinnvoll.
Mythos 4: Ein BMI im Normalbereich garantiert Gesundheit
Fakt: Auch ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 garantiert keine optimale Gesundheit. Ernährung, Bewegung, Blutwerte, Blutdruck und Muskel-Fett-Verhältnis spielen eine ebenso große Rolle. Gesundheit ist mehr als eine Zahl auf der Waage.
Mythos 5: BMI ist nur für Menschen mit Gewichtsproblemen relevant
Fakt: Der BMI ist ein präventives Werkzeug. Er kann helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen, auch bei Menschen, die denken, sie seien „normalgewichtig“. Regelmäßige Kontrolle des BMI kann Motivation für gesunde Ernährung und Bewegung sein.